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Palmsonntag



Einzug Jesu in Jerusalem Einzug Jesu in Jerusalem

Der Palmsonntag ist der sechste und letzte Sonntag der Fastenzeit und gleich-zeitig der Sonntag vor Ostern. Mit ihm beginnt die Karwoche, auch als "Stille Woche" oder "Heilige Woche" bezeichnet.

Am Palmsonntag wird des festlichen Einzugs Jesu in Jerusalem gedacht. Zum Zeichen seines Königtums jubelte das Volk dem auf einem Esel reitenden Jesu zu und huldigten ihm mit Palmzweigen und dem Ruf " Hosanna dem Sohne Davids".

Palmen wurden vielerorts als heilige Bäume verehrt, galten sie doch im Mittelmeerraum von alters her als Sinnbild des Lebens und des Sieges. Der Esel wiederum war ein Sinnbild des gewalt-losen Friedenskönigs und der Becheidenheit.

Das "Hosanna", das die Menschen damals Jesu zuriefen, erklingt auch heute noch bei der Segnung der Palmzweige mit Weih-wasser. Die gesegneten Palmzweige nehmen dann die Kirch-gänger mit nach Hause und stecken sie schließlich hinter das Kruzifix als österliches Zeichen.  Die Palmen, das sind in unseren Breiten Weiden-, Wacholder-, Buchsbaum-, Erika- oder Stech-palmenzweige. Aus ihnen werden häufig auch Schmuckgestecke, mit Papier umwunden, mit bemalten Eiern behängt, mit Heiligen-bildern oder Fähnchen versehen, angefertigt und künden zu Beginn der Trauerwoche von der Freude und Hoffnung, die am Ende des Leidensweges Christi steht.  


Palmesel, Ende 17. Jhd., Museum Bad Waldsee Palmesel, Ende 17. Jhd., Museum Bad Waldsee

Im Bemühen um eine möglichst anschauliche Darstellung der Passionsgeschichte ließen seit dem 13. Jahrhundert viele Gemeinden Palmesel herstellen, oft lebensgroße Holzplastiken, auf denen zuweilen auch eine geschnitze Christusfigur Platz hatte.

Heute finden nur noch in wenigen Orten Palmesel-Prozessionen statt. Dagegen wird in vielen Gegenden der Langschläfer des Tages als Palmesel bezeichnet, eigentlich eine unverständliche Abwertung jenes geduldigen Lasttieres, das damals Jesu durch Jerusalem trug.






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